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Kultusminister Andreas Stoch MdL

Vorwort

Sehr geehrte Damen und Herren,

im Schuljahr 2016/2017 treten neue Bildungspläne für die Grundschulen, die Werkrealschulen/Hauptschulen, die Realschulen, die Gemeinschaftsschulen und die Gymnasien in Kraft, die in einem aufwändigen Erarbeitungs- und Beteiligungsprozess entstanden sind.

Gesellschaftlicher Wandel, Globalisierung, zunehmende Diversität, technologische Innovationen, rasanter Wissenszuwachs und Digitalisierung betreffen die Schulen unmittelbar in ihrem Bildungsauftrag. Auf die damit verbundenen Herausforderungen haben wir beispielsweise mit der Einführung der Gemeinschaftsschule oder der Weiterentwicklung der Realschule reagiert.

Zentral bleibt jedoch das Anliegen, Kinder und Jugendliche dabei zu unterstützen, ihr Leben in der Gemeinschaft selbstbestimmt, sinnerfüllt und verantwortungsvoll zu gestalten.

Die Entkopplung von Bildungserfolg und sozialer Herkunft ist hierbei ein wichtiges Anliegen. Alle Schülerinnen und Schüler sollen die ihrer Begabung entsprechende bestmögliche Bildung erhalten, unabhängig von Herkunft oder Biographie.
Daher setzen wir den 2004 eingeschlagenen Weg kompetenzorientierter Bildungspläne konsequent mit Bildungsplänen fort, die mit präzisierten und differenzierten Kompetenzbeschreibungen eine Grundlage für individualisiertes Lernen an allen Schularten bis hin zu inklusiven Bildungsangeboten darstellen. Die Entfaltung des eigenen Potenzials und die Entwicklung von Verantwortung für das eigene Lernen wirken über den schulischen Bildungsweg hinaus und bilden eine wesentliche Basis für Orientierungsfähigkeit und lebenslanges Lernen.

Schulartübergreifend abgestimmte Bildungspläne ermöglichen es zudem, der individuellen Leistungsentwicklung der Schülerinnen und Schüler besser gerecht zu werden, Bildungshürden abzubauen und Kinder und Jugendliche in ihrer Entwicklung zu begleiten.

Zukunftsfähigkeit ist hierbei ein wesentlicher Gesichtspunkt. Die Leitperspektiven „Bildung für nachhaltige Entwicklung“, „Bildung für Toleranz und Akzeptanz von Vielfalt“, „Prävention und Gesundheitsförderung“, „Berufliche Orientierung“, „Medienbildung“ und „Verbraucherbildung“ geben unterrichtsübergreifende Impulse und leisten einen besonderen Beitrag dazu, Schülerinnen und Schüler auf die Herausforderungen von Gegenwart und Zukunft vorzubereiten.

Die Gestaltung der neuen Bildungspläne, die der wachsenden Heterogenität in den Schulen und aktuellen Erkenntnissen zum Lehren und Lernen Rechnung tragen, basiert auf breit angelegter theoretischer Expertise und zahlreichen Erfahrungen aus der Schulpraxis. In einem deutschlandweit einzigartigen Beteiligungsprozess wurden Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik, Gesellschaft und Kultur in die Entwicklung der neuen Bildungspläne einbezogen. Gemeinsam mit einer umfassenden Erprobung der Bildungspläne wurde so ermöglicht, Theorie und Praxis eng miteinander zu verzahnen und die Rahmenbedingungen für gelingende zukunftsorientierte Bildung und Erziehung zu schaffen. Gezielte Fortbildungsangebote und Umsetzungshilfen zu den Bildungsplänen leisten eine wertvolle Unterstützung bei der Umsetzung an den Schulen.

Ich danke allen, die bei der Erarbeitung der Bildungspläne mitgewirkt oder im Erarbeitungsprozess ihre Rückmeldung gegeben haben.

Den Schulen, den Lehrerinnen und Lehrern, ihren Schülerinnen und Schülern, Eltern und schulischen Partnern wünsche ich, dass die Bildungspläne dazu beitragen, eine an den individuellen Potenzialen ausgerichtete Bildungs- und Erziehungsarbeit zu unterstützen.



Mit freundlichen Grüßen
Andreas Stoch MdL


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